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Nachlass nach Sindelfingen
Was sich vor Jahren andeutete, dass durch die Dezentralisierung unserer Forschungs- und Bewahrungsaktivität dem Donauschwäbischen Erbe möglicherweise kein guter Dienst erwiesen wird, ist leider eingetreten. Zu Sindelfingen kam Tübingen und Ulm auf Württemberger patenschaftlicher Ebene und, weil die Politik auch dreinreden will, nun auch die bundesweite und europaweite politwissenschaftliche, mit Ausläufern nach Ostdeutschland und in unsere ehemalige Heimat. In mehreren Zentren und auf verschiedenen Ebenen wird seit neuestem über unsere Vertreibung geforscht und gedeutelt. Wer glaubt, dass dadurch der geschichtlichen Wahrheitsfindung mehr gedient ist, der vergisst den forscherischen Grundsatz, der besagt, dass derjenige, der die Geschichte erlebt, sie nicht auch noch interpretieren kann. Wer sich zur Aufgabe macht, der Dokumentation wahrheitsgetreu schreibend zu dienen, kann nicht auch das endgültige Geschichtsurteil fällen wollen. Wenn er es versucht, kommen solche Auswüchse zustande, wie wir sie um die Ausstellung DAHEIM AN DER DONAU im Artikel der „Mitteilungen“ Feruar-Nr.2010 erleben. Es war vorauszusehen, dass, wenn wir als Vertriebene zu früh mit den Forschern aus dem Vertreiberland gemeinsam die Ereignisse interpretieren wollen, es zu sogen. Kompromissen kommen muss. Haben wir – oder wer hat – das nötig? Nur die Politik. Unsere Heimatbesucher ebenso wenig wie die Gegenbesuche aus der alten Heimat. Aber die erlebte Geschichte kennt keine Kompromiss-Auslegung. Sie ist, so wie sie erlebt wurde, niedergeschrieben worden. Und das haben unsere Forscher aus der Erlebnisgeneration und vor allem die überlebenden Landsleute zur Genüge getan. Was wir erlebten und erlitten kann nicht durch Kompromisse relativiert werden…
Solche und vor allem platzbedingte Gründe in Tübingen veranlassen mich nun endgültig, meinen schriftlichen Nachlass – so lange ich mit meiner Gehbehinderung es noch selbst kann – ins Archiv des Hauses der Donauschwaben nach Sindelfingen zu bringen. Von Anbeginn der forscherischen Teilung war ich skeptisch und habe meine Zweifel in einer langen Denkschrift den massgebenden Herren Anfang der Achtziger zur Kenntnis gebracht (zu lesen in dem IV. Sammelband ZWISCHEN DONAU UND THEISS). Jetzt fällt es mir umso leichter, dem Beschluss, der mit Jakob Wolf damals bei der Besichtigung des fertigen modernen Sindelfinger Archivs besprochen wurde, nachzukommen. Im Haus der Donauschwaben will ich endgültig zuhause zu sein.
Was ich für bewahrenswert halte, ist – weil ich kein Archivar bin – nur in Gewichten zu bemessen: 1. Manuskripte und Deutschforum 6,1kg; 2. Volkskunde und Mundart 5,8kg; 3. Entwürfe und unveröffentlichte Manuskr. 4,6kg; 4. Recherchen zur Kollektive Unschuld 5,5kg; 5. Manuskr. und eigene Publikationen bis 1989 4,9kg; 6. Kopie des aus Geheimberichten besteh. Buches Horthy in der Batschka 2kg; 7. Szegeder Hochschuldiplom-Arbeiten 2,4 kg; 8. ein Lebensbericht von Gerhard Eder aus dem Banat (den ich ihm leider nicht veröffentlichen konnte) 2,4kg; 9. Mein Aufruf aus den Siebzigern, Jeder Donauschwabe ein Historiker, 2,3kg; 10. Ungarndeutsche Zeitungsausschnitte vor der Wende 1,1 kg; 11. eigene Publik. Aus der Studienzeit in Neusatz, bis 1953 0,5kg. Dazu kommen 60 Schnellhefter mit Ungarn-Schriften von 1982 – 2010 (zus. 33kg, in 20 Bd. gebunden).
Mögen nachkommende Interessenten darüber entscheiden, was für unsere donauschwäbische Geschichte von Bedeutung ist.- K. G.
Alte Erkenntnis neu aufgelegt
Die Kollektive Unschuld
Sehr begrüßenswert sind die Äusserungen der serbischen – auch höchsten – Politiker, dass die Jugo-Deutschen, also alle nach dem II. Weltkrieg vertriebenen Volksdeutschen „kollektiv nicht schuldig sind“. Es waren Jahrzehnte nötig, um diese für unseren im kommunistischen Jugoslawien maltretierten ja liquidierten Volksstamm sozusagen pauschal zu rehabilitieren. Jedoch – und hier bitte ich die Leser um besondere Aufmerksamkeit! – diese Formulierung macht uns zusammen noch lange nicht frei von Schuld. Es ist nämlich ein wesentlicher Unterschied, ob wir KOLLEKTIV NICHT SCHULDIG sind, oder ob wir KOLLEKTIV UNSCHULDIG sind.
Warum das so betont werden muss? Weil bei der ersten Formulierung doch einer oder zwei oder 50 von uns als schuldig gelten, um den Rest reinwaschen zu können. Damit dürfen wir uns keinesfalls abfinden. Vor allem die Batschkadeutschen, als im Krieg nicht von deutschen Truppen besetzt, bildeten nach der Vertreibung der Jugo-Dokumentation die erstrangige Zielscheibe für die Beweisführung der kollektiven Schuld zum bekannten Zweck. Die damaligen Veröffentlichungen in Büchern und Zeitungen waren frappierend ausführlich mit sogen. Schuld-Belegen gespickt. So wie viele unserer Autoren, habe auch ich mich mit dem Schrifttum der Gegendokumentation beschäftigt. Zuerst nur soweit, wie diese Schmähschriften allgemein einsehbar waren. Erst Anfang der 90-er Jahre fand sich zufällig bei einem Besuch in Subotica, auf einem Flohmarkt, ein umfangreicher Band namens ISTINA eines illegalen Patrisanenverlages, der Untergrundzeitungen zwischen 1941 und 44 in einem gebundenen Zustand darbot. Gekauft und studiert fand sich im gesamten umfangreichen Werk nichts als allgemeine Beschuldigung und Rechtfertigung der brutalen Vorgehensweise der Partisanen gegen Personen und Eigentum der Deutschen. Das forderte unweigerlich den Leser heraus, auch die übrigen serbischen Beweise gegen uns näher unter die Lupe zu nehmen. Und siehe da, unter hunderten ‚Belegen’ und ‚Beweisen’ gegen uns, fand sich nirgendwo etwas, was in der internationalen Bezeichnung und Wertung von ‚Schuld’ unserer Menschen, sei es ohne oder mit irgendeinem Rang begangen worden wären.
Weshalb, fragte ich mich zwischendurch, haben alle unsere Kriegspolitiker nach der Umsiedelung geschwiegen? Warum haben sie sich nicht mit allen Mitteln gegen die horrenden Beschuldigungen gewehrt? Hatten sie vielleicht doch ein schlechtes Gewissen? Meine unweigerliche Antwort: weil sie auch in der neuen Heimat von kollektiven Angriffen gegen alle wegen ihrer Funktionen und Ränge behelligt, entnazifiziert und schließlich „aus Mangel an Beweisen“ und nicht „wegen erwiesener Unschuld“ von den Tortouren befreit wurden. Sie alle hatten so viel persönlicher Anfeindungen hinter sich, dass sie endlich nur ihre Ruhe leben wollten.
Aber zurück zu unserem Thema: Was sagen die vielen Beweise wirklich aus? Diese Frage ließ mir so lange keine Ruhe, bis ich alles – außer dem Buch ISTINA, das ich übrigens ins Haus der Donauschwaben Sindelfingen gab – was in der Dokumentation gegen uns genannt wurde, aus dem Serbischen und Ungarischen übersetzt hatte. Dazu gehörten Belege a) aus dem Archiv der Arbeiterbewegung, Beograd, b) dem Museum der sozialistischen Revolution der Vojvodina, c) dem Historischen Archiv Novi Sad, d) dem Historischen Archiv Sombor, e) dem Institut für Arbeiterstudien Beograd, f) dem Archiv der Herausgeber der neuen Jugoslawischen Enzyklopädie Beograd, f) dem Hauptstaatsarchiv Budapest, Stichwort „Parlamentsprotokolle und Polizeiberichte“, g) dem Staatsarchiv Szeged, levéltár „Amts- und Geheimberichte“, h) aus der wichtigsten Kriegszeitschrift Nation und Staat. Erst nach der Übersetzung konnte ich nochmals meine Vermutung unserer kollektiven Unschuld bestätigt finden. Kein einziger Beleg, keine Zitierung von Batschkaer Kriegsaktionen, sei es ziviler oder militärpolitischer Art, kein Zettelchen konnte irgendetwas beweisen, was international nach dem Krieg als Verbrechen gewertet wurde. Müßig ist jede Beschäftigung mit unserer Kulturbundführung, mit der Volksbundleitung ab März 44, mit Judendeportation, mit Parlamentstätigkeit unserer Abgeordneten in Budapest, mit allgemeinen Schutzmaßnahmen an der „Heimatfront“, kurz mit den hundert Namen nicht eingerückter Funktionäre, keinem konnte auch nur eine Tat angelastet werden, wie sie nach dem Krieg als Kriegsverbrechen weltweit geahndet wurden.
Diese tiefe Erkenntnis veranlasste mich noch Mitte der 90-er Jahre ein Manuskript zusammenzustellen mit der Absicht, es so bald wie möglich zu veröffentlichen. Kontakte zur Donauschw. Kulturstiftung, brachten aber das Projekt für lange Zeit in die Schublade, weil gerade das große Vorhaben der 4-bändigen Aufarbeitung der Vertreibung aus dem kommunistischen Jugoslawien Vorrang hatte. Bei mir folgten bis 2000 eine Reihe volkskundlicher Ausgaben, schließlich die Gründungarbeit zusammen mit der Szegeder Uni an der Internetseite deutschforum.hu – bis endlich doch der Band KOLLEKTIVE UNSCHULD der Batschkadeutschen herausgegeben werden konnte. Jeder der in das Buch schaut und die hunderten von angeblicher Belege unserer Schuld durchsieht wird mit mir einer Meinung sein: Wir sind nicht, wie es sich im Sprachgebrauch eingenistet hat, kollektiv nicht schuldig, sondern kollektiv unschuldig.
K. G., 2009
SZTE-JGYTFK
Eine Chronik
Neulich kam mir in unserer Unibibliothek – in der mit einer vorbildlich sortierten weltweit einheitlichen ungarischen, doch getrennt voneinander aufbewahrten deutschen und österreichischen Bücherschau – ein interessantes Büchlein unter die Augen. Es war betitelt mit „Versäumnisse der Minderheiten in den 90er Jahren“. Sowas macht natürlich neugierig. Und der auf knappen 30 Seiten aufgelistete und kurz erläuterte Katalog ist wert ins Gedächtnis gerufen zu werden, auch wenn viele Punkte allgemeine mangelhafte Verwaltungs- und Organisationsmaßnahmen betreffen. Einige Stichworte, mit denen ich in letzter Zeit auch meine liebe Not hatte, sollen hier erwähnt werden. Z.B. die minderheitlichen Selbstverwaltungen. Nebst den bekannten gesetzlichen Mängeln‚ steht da als deutliche Kritik an der Umsetzung im selbstverwalteten Alltag: ‚Während die Selbstverwaltungen der Mehrheitsnation unter der Obhut der Ortsverwaltung agieren, ihre Programme und Vorhaben mit ihr rechtzeitig abgesprochen und so effektiver verwirklicht werden können, geschieht das bei den Minderheiten vergleichsweise lasch bis unkontrolliert mit oftmals unbefriedigenden Endergebnissen’. Weiter: ‚Muttersprachlich sind die Minderheiten dadurch benachteiligt, dass sie keine einheitlichen traditionellen Vorgaben zur Hand haben, sondern fast ortsverschieden buchstäblich tun und lassen, was sie für richtig und bei ihren vorhandenen Mitteln für angemessen halten. Hierin kommt die bedingte Selbstbestimmung als entscheidender Faktor der Selbstverwaltung zu ihrem unrühmlichsten Ergebnis.’ Und danach folgt das mit der Muttersprache eng verknüpfte Stichwort: Medien. ‚Die Bibliotheken des Landes, einschließlich der Büchereien der Lehranstalten, sind bestens ausgestattet mit der für die Mehrheitsnation sprachlich relevanten Wochen- und Monatszeitungen, während den Minderheiten nur das an Periodika zur Verfügung steht, was aus der Landeshauptstadt recht lückenhaft und sporadisch-willkürlich zugeschickt wird.’
Nur drei von vielen Versäumnissen – von denen eine Reihe auch die Autonomie der Minderheiten zum Gegenstand haben – doch konkret deshalb so krass hervorzuheben sind, weil sie durch die minderheitlichen Akteure nach der Wende nicht sorgfältig genug angegangen und bei den ersten Minderheitengesetzen nicht korrigiert wurden. Der Vorwand, zu dem fehlenden Einfluss auf die Selbstverwaltungen, dass die politische Wende auch in ihrer Organisation und Lenkung der Programme einen Wandel weg von dem Parteigängeln brauchte, ist nur so weit schlüssig, wie er nicht ins Gegenteil umschlug – zuviel zentraler Leitung förderte Unfreiheit, zu wenig oder gar keine produziert aber Zerfledderung und Schwächung. Zum zweiten Beispiel wäre nur soviel zu bemerken: Weshalb begehen wir nicht einmal im Jahr den im Kalender wohl vermerkten Tag der Muttersprache? Dann noch zur Medienkritik: Es ist nicht leicht zu erklären, weshalb unsere wenigen Minderheitenzeitungen nicht in den rund 250 zweisprachigen Bildungseinrichtungen des Landes den Deutsch Lehrenden und Lernenden zur Verfügung stehen. Ergo: Nur wem die Versäumnisse der Neunziger gleichgültig sind, den können die jetzigen Zustände auch befriedigen und ihn ruhigen Gewissens weiterhin zur Tagesordnung übergehen lassen. ( 2009 )
Soll und Haben
Bilanz mit einem lachenden und einem weinenenden Auge
Ein halbes Jahrdutzend ist im Leben eines Menschen nicht viel, doch einige Lebensabschnitte können mit ihm positiv oder negativ dauerhaft geprägt werden. Nehmen wir nur die Ausbildungszeit eines jungen Menschen, die sich hauptsächlich in 6 bis 8 Jahresabschnitte einteilt, oder das Rentenalter, es ist mit plus oder minus sechs Jahren wesentlich erweitert oder verkürzt, usw. Unser Szegediner Deutschforum begann in einem germanistischen dialektologischen Seminar der Uni, in dem der Unterzeichnete einige volkskundliche Lesungen hielt. Spontane Erweiterung des Seminars in mundartliche Feldforschung der Studenten, mit ca. 50 in Westungarn besprochenen Kasetten, bildeten sozusagen den Grundstock für die Weiterarbeit in Szegediner zweisprachigen Grund- und Mittelschulen. Das Zusammengehen mit der GJU Szegedin führte 2001 zur Schaffung fruchtbarer Kontakte zu Serbien und Rumänien und einer eigenen Internetseite mit viel volkskundlichem Material, das heute noch einsehbar ist. Da wir mit dem Programm des Deutschforum nicht immer ein gutes Echo hervorrufen konnten, haben wir heute eine lehrreiche Übersicht über Soll und Haben in einer ansehlichen Palette, die hier gekürzt wiedergegeben werden soll.
Volkskundliche Seminare
Sie wurden bei einer durchschnittlichen Teilnehmerzahl von ca, 20 Studenten an der Uni abgehalten und können an positiver Beobachtung auf der Haben-Seite vermerken, dass, außer den deutschstämmigen, auch viele ungarische Studenten teilnahmen, bei denen echter Wille zur Erweiterung ihres natinalen Horizontes erkennbar war. Alle sprachen gut deutsch, doch – dabei kommt der negative Soll-Faktor ins Spiel – durch die große Menge des zu behandelnden Stoffes und die Kürze der Seminare auf ein paar Stunden, konnten sich viele gar nicht zu Wort melden und die es konnten, mussten in Stichworten ihre Bemerkungen und Fragen vortragen.
Vorträge
Sie konnten umso mehr beeindrucken, je professioneller sie abliefen. Daher waren sie immer mit hochgradigen Kapazitäten besetzt, die allerdings durch die weiten Anreisen materiell und zeitlich recht aufwändig waren. Die einzigartige Spitze bildeten die von uns zusammen mit dem Deutschen Lehrstuhl organisierten internationalen volkskundlichen Tagungen, deren positive Ergebnisse im Nachhinein von manchen auswärtigen Gastreferenten, denen man die Reisekosten schuldig blieb, schlecht bewertet wurden. Also heben sich hier Soll und Haben fast auf, da das ausreichend vorhandene Budget nicht effektiv eingesetzt wurde. War es ein unguter Geist oder stand nur jemand zufällig hinderlich auf der Leitung, jedenfalls verliefen die Tagungen immer dann gut, wenn die Organisatoren zuerst einmal aus eigener Tasche die Kosten vorschossen, um im Nachhinein nur einen Teil davon zurück zu bekommen.
Sprachwettbewerbe
Hierbei besteht die Erfahrung, dass sie in verschiedenen Schwierigkeitsgraden abliefen und immer an die beteiligten Schüler höchste Forderungen stellten. Die Motivation zu den Wettbewerben mit volkskundlichen Lerninhalten stieg einmal mit der Zahl der verschiedenen Klassen, die am Wettbewerb beteiligt waren, zum zweiten mit der gekonnten Themenwahl und nur unwesentlich mit den winkenden Preisen oder gewonnenen Plätzen. Vorwiegend wurden von uns Wettbewerbe mit horizontaler Ausrichtung auf einer Klassenebene durchgeführt. Doch wenn genügend Zeit für einen Sprachwettbewerb zur Verfügung stand – oder geschaffen werden konnte – dann wurden zwei oder mehr Schulstufen am selben Wettbewerb, sozusagen vertikal, beteiligt. Das unter einem gemeinsamen Motto stehende Programm lief am beeindruckendsten so ab, dass mit den untersten Schulstufen begonnen wurde – z.B. Vortrag oder Beschreibung, bzw. Übersetzung desselben Themas durch einige Schüler – um den Schwierigkeitsgrad bei der nächsten Schulstufe (Mittelschule, Gymnasium) mit ungefähr der gleichen Schülerzahl zu steigern und bei der höchsten Lernstufe (Hochschule, Uni) eine von allen Beteiligten bestaunten Leistung die Vollendung herbeizuführen. Obzwar jede Stufe eine Platzierung durch die Jury bekam, wurde der Tagessieg durch eine Trophäe belohnt. Dass alle Beteiligten schöne, namentliche Teilnahmeurkunden bekamen, ist selbstverständlich. Soll und Haben waren hier nahe beieinander.
Rezitationen
Am meisten beeindruckten dabei die gründlich und mit echtem freiwilligem Engagement vorbereiteten, die zwischen ungarndeutschen und ungarischen Schülern nicht zu unterscheiden waren. Sieger bei Rezitationswettbewerben waren solche Schüler, die zusätzlich zum Text auch einige schauspielerische Elemente zeigten. Ob Hochsprache oder Mundart, in jedem Falle war die zur Textübung aufgewandte Zeit ausschlaggebend. Bewährt hatte sich bei uns die Ansage der mundartlichen Zuordnung zu einer örtlichen, städtischen oder regionalen Einwohnerschaft, und wo das nicht möglich war, konnte auch mit einem Hinweis auf die Siedlerahnen leicht abgeholfen werden. Rezitationen ungarndeutscher Dichter wurden bevorzugt. Hochdeutsche Autoren wurden eher von ungarischen Schülern vorgetragen. Allgemein kann bei dieser Programmart die beeindruckend gleich gute Übung deutschstämmiger wie ungarischer Schüler erwähnt werden, was unsere Haben-Seite bei weitem überwiegen ließ.
Workshops mit der GJU
Die ungarndeutsche Tradition ist reich an kunstgewerblichen Objekten. Alle Gewerbe- und Lebensbereiche waren bei den Ahnen künstlerisch ausgeschmückt, was die persönliche Individualität der Arbeits- und Lebensart betonte. Im gemeinsamen Beschäftigen hat heutzutage eine Gruppe die Chance, sich auf sehr unterhaltsame Weise einen Teil der reichen ungarndeutschen Vergangenheit zu erschließen. Doch die Grenzen zwischen gewolltem und gekonntem Ausführen sind nicht eindeutig festgelegt, so dass auch die Ansprüche an die Endprodukte eher aus dem unterhaltenden und erst zweitrangig aus dem künstlerischen Blickwinkel bestimmt werden. An Beispielen aus Workshops mit Studenten aus dem ehemals großungarischen Raum – das heute rumänienische Banat inbegriffen – die in schönen Volkstrachten, doch auch mit sonstigen handwerklichen Meisterstücken in Szegedin die volkskundlichen Inhalte ihrer Abschlussdiplome vorstellten, könnten beispielhaft gelten, wenn, ja wenn sie genügend bezuschusst und so auf die Zukunft übertragbar gewesen wären. Dazu kam 2005 die überraschende Umstrukturierung im gesamten ungarischen Lehrbetrieb, so dass nicht nur die gemeinsamen Programme mit der GJU, sondern die GJU Szegedin selbst wegrationalisiert wurden. Einem gewichtigen Haben verdüsterte hier ein übergroßes Soll die Zukunft.
Gesangsaufführungen
Dieser Programmkomplex ist in Ungarn optimal ausgestaltet und hat landesweit die meisten Aktiven. Das Deutschforum hatte sich zum Ziel gesetzt, jährlich einmal am Semesterbeginn ein volkskundliches Singen zu veranstalten. An einem Tag im September wurden zwei Berufssängerinnen engagiert, die perfekt deutsche Volkslieder aus alten Liederbüchern vortrugen und die jungen Zuhörer zum Mitsingen animierten. Die Zwischenprogramme bestanden aus Erklärungen der Herkunftsorte und Inhalte der Lieder, wie sie von unseren Liederforschern ermittelt worden waren. Wenn die wenigen Gesangsbegegnungen mit den Studenten im ersten Semester, die sich für volkskundliche Zusatzqualifikation entschieden hatten, auch die Herzen der nichtdeutschen Geldgeber erobert hätten, so wäre die Szegediner Jugend um einen schönen Semesterbeginn reicher geworden. So bieb nur ein kleiner Restchor von Menschen übrig, bei dem die Mehrheit kaum versteht, was sie singt. Setzt man hier die Gegebenheiten als Soll und die Möglichkeiten als Haben ein, dann ist klar, was schwegewichtig überwiegt und in eine deprimierende Zukunft weist.
Faschingstanz
Die ungarndeutsche Tradition, in diesem ursprünglich nichtchristlichen Element christliche Schwerpunkte zu setzen, ist noch von den Siedlerahnen übernommen und bis zum Zweiten Weltkrieg in jeder Generation praktiziert worden. Gemeint ist dabei vor allem der Beginn und das Ende von Lustigkeit und Maskerade, die mit Anfang und Ende der Fastenzeit zusammenfallen. Nach dem Krieg haben diese beiden ehemaligen Fixpunkte ihre Unverrückbarkeit verloren. Ohne nun zu sehr den Ursprung beschwören zu wollen, kann festgestellt werden, dass eine auf Traditionen basierende Festlichkeit umso echter und befriedigender wirkt, wenn sie innerhalb der überkommenen Grenzen stattfindet. Tanzabende außerhalb der Faschingszeit, können nicht von allen Beteiligten uneingeschränkt mitgefeiert werden. In Szegedin hatten wir einige gut besuchte Faschingsbälle, in denen die Bevölkerung und alle Lehrbereiche mitmachten. Es hieß aber anschließend, dass die Veranstalter nicht auf ihre Kosten kamen, so dass auf diesem Gebiet das Soll weit dem Haben überlegen ist.
Zusammenfassung
Vergeblich ist auf allen Ebenen unserer vorbildlich organisierten Minderheit das viele Beteuern von notwendiger Bewahrung alter Tradition, wenn ein leider nur noch auf dem Papier – im Internet – bestehender Grundsatz des Deutschforum nicht ernst genommen wird: Wir können wenig tun – tun wir das Wenige! Wir alle können die ungarndeutsche Zukunft maßgebend beeinflussen, wenn den Worten auch die Taten folgen.
K. G.
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Patendank
Gewöhnlich wird einem zum hohen Runden eine mediale Erwähnung zuteil. Umgekehrte Besinnung des Jubilars ist nicht üblich, doch auch nicht ausgeschlossen, was hiermit bewiesen werden soll. Nicht vorrangig ich, der ich ja nichts dafür kann, dass ich 75 bin, und auch nicht persönliche Verdienste sollen hier den Mittelpunkt bilden, sondern einige andere wichtige Personen aus den 56 Jahren zwischen der Umsiedelung nach Deutschland und dem gegenwärtigen Leben in der Puszta.
An erster Stelle soll jener Württemberger Amtsmensch stehen, der 1953 unserer Mutter mit meinem Bruder und mir, nach nur zwei Monaten Flüchtlingslager, zur ersten Sozialwohnung verhalf. Danach kommt gleich der Chef vom Ludwigsburger Gesundheitsamt, der meinte, wer Lager und Zwangsarbeit hinter sich hat, der habe auch einige Monate bezahlter Erholungskur verdient. Gleich hinter ihm folgte der Mensch auf dem Arbeitsamt, dem der Tipp mit der Weiterbildung mit einer wesentlich besseren Bezahlung für alle Zukunft zu verdanken ist. Nicht vergessen soll sein der kluge Landsmann bei dem Ausfüllen der unverständlichen Fragebögen für den Lastenausgleich. Und erst recht nicht derjenige, der meinte, die mit solcher Vehemenz aber doch voll orthografischer Fehler geschriebenen und beschämt in der Schublade aufbewahrten Erlebnisse aus Titos Vernichtungslager müssten unbedingt veröffentlicht werden. Was geschah, und daher eines Dankes wert ist an den damaligen Redakteur unserer Heimatzeitung Der Donauschwabe, der immerhin als Wegweiser einem angehenden Laienschriftsteller eine gute Richtung wies. Kamen unter anderen auch einige Arbeitschefs, dann plötzlich angenehme Schwiegerverwandte – und auch erste fruchtbringende Kontakte zur Landsmannschaft. Die angenehmen, schlossen aber die gegenteiligen nicht aus, die würdigend auch gleich zu vergessen sind.
Noch am positivsten ist meine „misslungene“ Bewerbung für ein Amt im Haus der Donauschwaben, Ende der 70-er Jahre, zu werten, denn ihr folgte ein frustrierter, einjähriger Ausstieg in der südungarischen Puszta: Dieser gelang so gut, dass er weichenstellende Wirkung für mein zukünftiges Leben hatte. Danke also herzlich dem damaligen Leiter des Hauses der Donauschwaben in Sindelfingen! Und nicht zu vergessen einige wichtige Personen aus der neuen-alten Heimat, denen auch Dankeswürdigungen anstehen: Kulturreferenten, Museumsmenschen, Archivare, Heimatkundler, Mono- und Biografen, Dekane und Dozenten, Lehrer und Ost-West-Freunde – alle mit Verdiensten bei der vieljährigen Sammlung, Sichtung und finanziellen Unterstützung meine forscherischen Arbeit. Danke ihnen allen, weil sie mithalfen unseren Menschen, sowie den ungarndeutschen Studenten, einen alle Lebens- und Arbeitsbereiche der Ahnen mosaikartig darstellenden Batschkaer Ahnenspiegel in die Hände zu geben.
K.G.
Bleibend aktuelles Thema
Ein Traum
Es gibt Träume, die darf man einfach nicht vergessen. Hätte ich den von neulich nicht gleich nach dem Erwachen aufgeschrieben, er wäre, wie die meisten seiner Art, ohne die geringste Spur im Nebel der Zeit verschwunden. Schon die ersten Anzeichen seines Entstehens versprachen ein bemerkenswertes Schlaferlebnis. Sie fingen so ungefähr um zwei Uhr in der Früh damit an, dass ich mich, nach einem Wälzer von links nach rechts, plötzlich in einen großen, feiertäglich geschmückten Veranstaltungssaal versetzt fühlte. Mitten im Raum stehend war ich von vielen Deutsch sprechenden Personen umgeben, unter denen ich schnell einige Lehrstuhleiter wie Lehrer der Germanistik und zweisprachigen Grund- und Mittelschulen bemerkte, ebenso Studenten, Schüler und Minderheitenvertreter aus deutschen Selbstverwaltungen und Vereinen, die mir alle durch mancherlei Veranstaltungen bekannt vorkamen. Außer den bekannten Gesichtern, war noch undefinierbares aber sehr neugieriges Publikum vorhanden. Alle Anwesenden unterhielten sich in Gruppen oder zu zweit fließend oder gebrochen deutsch, nahmen aber von meinem Erscheinen keine Notiz, als ob ich gar nicht vorhanden gewesen wäre. Das schien mir nicht weiter schlimm, wiederholt es sich doch oft auch in meinen regelmässigen Berufsträumen, wo ich immer wieder in einen der vier Betriebe meines Konstruktionslebens zurückkehre und keinen rechten Arbeitsplatz finde. Und, wie das noch bei meinen Träumen meist üblich ist, fühlte ich mich auch in diesem Sprachtraum wegen des Überflüssigseins nicht unwohl, vielmehr konnte ich mich so besser auf die lebhaften Anwesenden konzentrieren.
Einige plauderten drauflos, andere erzähten, was sie seit dem letzten Treffen so alles erlebten; Schüler rezitierten wie bei der letzten Probe halblaut Gedichte; Lehrer trugen einer Schülergruppe leise summend Texte alter Volksweisen vor; Lehrstuhlleiter verteidigten im kleinen Halbkreis vehement eine politikfreie Lehrautonomie; ein Vereinsvorsitzender las mit gedämpfter Stimme von einer Liste eine Reihe von Programmpunkten so vor, dass er nach jedem Punkt kurz einhielt und erst nach einigen zustimmenden Kopfnicken weiterlas. Währeddessen deckten fleißige Frauen die wahllos im Raum verteilten Tische zum Festessen; ein Hobbykoch in Sonntagsanzug mit weißer Schürze verlautete von der Tür her, dass das Pörkölt fertig wäre – und alle Anwesenden schwiegen plötzlich, und wandten sich einvernehmlich den gedeckten Tischen zu. Wie abgezählt passte die Zahl der Anwesenden genau zu der Zahl der Tischplätze; ein Platz in meiner Nähe schien für mich reserviert, und ich nahm ihn ein. Nur zwei Persohnen standen noch: Der Koch wartend an der Türe und der Listenmensch, der nun laut und für alle verständlich ein kurzes Programm vor dem Essen und ein längeres danach bekannt gab. Den einen Punkt des Vorprogramms bildete eine Gesangsbegrüßung durch den Deutschchor mit heimeligen Volksliedern, den zweiten erledigte der Vorsitzende selbst, indem er einen gerafften Jahresbericht über die Aktivitäten in Sachen Sprache und Kultur der Städtischen Minderheit vorlas. Dabei wurde keine der anwesenden Gruppen – es schienen immerhin an die zehn verschiedenen Alters und Standes – ausgelassen, denn sie gehörten ja, wie es aussah, zu einem einzigen Überverein. Nach dem Bericht, wurde das Essen freigegeben, d.h. von jedem nach seinem Appetetit aus dem dampfenden Kessel bei der Eingangstüre geschöpft und zusammen mit einem Salatschälchen und ein-zwei Stückchen Brot zurück an den Tisch gebracht. – Ist das nicht ein schöner Traum, dachte ich im Schlaf und wollte schon nach dem Besteck greifen. Doch das war weg. Wer, wieso, warum?... Ich musste mir wenigstens einen Löffel suchen. Ging von Tisch zu Tisch, doch nirgendwo war einer zuviel. Ich suchte und suchte – und wachte auf. Leider habe ich somit nicht mehr das Programm nach dem Essen erleben können, das bei den allseits gut motiviert Vorbereiteten sicher recht interessant war. Auch wenn ich nur den einen Teil mitträumen konnte, aufschreibenswert war er in jedem Falle.
Ger.
Zufriedenheit
In letzter Zeit fühle ich mich so richtig wohl, weil ich mit der Lage der nationalen Minderheit, zu der ich mich zugehörig fühle, zufrieden bin. Viele meiner Landsleute sind unzufrieden, doch ich bin es nicht. Und wenn ich mich so in meiner nächsten Umgebung umsehe, kann ich auch keine auffallend negative Stimmung feststellen. Aber im weiteren Umkreis ist die Lage nicht rosig. Da kann ich nichts dafür und mache mir deshalb auch keine Sorgen. Es kann mich nur aufregen, wenn man unserer Zufriedenheit der Wenigen die Schuld gibt für die Missstimmung der Vielen Dann muss ich die Lage mit Hinweis auf unsere Verdienste verteidigen. Vor allem damit, dass wir zwar eine Minderheit in der nationalen Minderheit darstellen, aber wir die aktive Mehrheit sind. Das ist es vor allem, was uns herausragen lässt aus der unzufriedenen Masse. Zum Beispiel sind wir der Meinung, dass man als Minderheit in diesem Lande durchaus zufrieden sein kann und den Vergleich mit den Minderheiten anderer Länder nicht zu scheuen braucht. Dank einer guten Verbindung zum Mutterland, sind wir an Mitteln und Möglichkeiten nicht unterversorgt: Städtepartnerschaften, Stypendien, Schülerreisen, und nicht zuletzt ertragreiche Bewerbungen, alles stimmt. Und nun werden wir bald eine Parlamentsvertretung bekommen. So eine, wie wir sie brauchen, aus in etwa gleich Zufriedenen aller Minderheiten des Landes, mit denen wir ohnehin viele gemeinsame Dachvereine unterhalten. Nur so können wir auch unsere Programme optimal in der Sprache der Mehrheitsnation, die alle verstehen, darbieten. Und da wir uns im Alltag oft nicht kleinlich-separatistisch, d.h. muttersprachlich eigenständig darbieten, so glauben wir auch auf nationale Parlamentarier, welche die Minderheitensprache beherrschen und gebrauchen, verzichten zu können. Die Hauptsache wir als Zufriedene bekommen bald, was uns schon lange zusteht.
Ger.
Wende ohne Ende
Überfällige Erinnerung an ausgesperrte ungarndeutsche Forscher
Rückschritt ist, wenn man sich zufrieden gibt mit dem was ist. Auf einem Gebiet droht diese alte Weisheit langsam untragbar zu werden, nämlich auf dem der ungarndeutschen Geschichtsforschung. Trotz politischer gesellschaftlicher Wende vor nunmehr fast einer halben Generation, blieben manche deutschen Lehrprogramme in Ungarn vielen jenen Schriftstellern, Forschern und Wissenschaftlern versperrt, die vom Vorwenderegime abgestempelt, behindert oder verboten waren aus Gründen, für welche die Betroffenen oft selbst nichts konnten.
Diese Gründe kennt jeder, doch sie sollen hier noch mal vage aufgereiht werden: Kriegs- und Nachkriegszeit mit Flucht und Vertreibung und damit einhergehende zwangsläufige nationale und politische Verstrickung, Eiserner Vorhang, Lagerdenken, ideologische Ressentiments, vom Regime sanktionierte Hetze gegen jedwede Andersartigkeit, u.ä. zwischenmenschliche Abgrenzungs-gründe, die durch die Wende angeblich abgeschafft wurden. Sie wurden es teilweise auch, aber nur einseitig innerhalb der bis 1989 politisch verschiedenen Lagern angehörenden Personengruppen der Mehrheitsnation. Manche vordem abgelehnte Personen unter den Ungarndeutschen, blieben in vielen Bereichen leider bis zum heutigen Tage verfemt. Bereiche, in denen sich das am deutlichsten zeigt, sind die geschichtlichen und volkskundlichen Lehrunterlagen der pädagogischen Einrichtungen, die für eine möglichst optimale Befähigung des ungarndeutschen Lehrernachwuchses zuständig sind. Dies erscheint so auffallend einheitlich, das System dahinter stecken muss. Und wenn wir versuchen, dieses System aufzudecken, stoßen wir ebenso auf einheitliche Ablehnung. Keiner will uns als erster helfen. Dabei ist ohne die Hilfe der Institutsleitungen nicht viel zu ändern. Weshalb ist das so? Um das zu ergründen, versuchen wir in die Vorwendezeit mit den beginnenden Kontakten bundesdeutscher wissenschaftlich-politischer Stellen in Richtung ungarischer Institutionen zurückzuschauen. Ab ungefähr der Übernahme der Patenschaft über die Donauschwaben durch das Bundesland Baden-Württemberg begann man im Stuttgarter und Münchener Innenministerium solche Buchveröffentlichungen zu fördern, die sich objektiv (in westlichem, freiheitlichem Sinne) mit den geschichtlichen und gesellschaftlichen Ereignissen von der Siedler- bis zur Vertreibungszeit befassten. Diese öffentlich geförderten Werke – unter denen auch zwei des Autors dieser Zeilen vorkamen – wurden weltweit und auch an ungarische Uni-Büchereien und Archive verschickt. Aus eigener Erfahrung kennen wir die allgemeine Reaktion der Empfänger: Schön verfasste Dankschreiben – auch aus Ungarn – , Archivierung der Bücher und Vermerkung der Titel in Karteien, auf die so schnell kein interessierter Lehrer oder Student stoßen konnte, weil er von der Existenz der Neuerscheinung nichts wusste. Bereits vor der Wende versuchten wir schüchtern in den Regalen der öffentlichen Bibliotheken nach den mit schönem Dank entgegen genommenen Büchern zu suchen. Keine Spur, womit wir uns abfinden mussten. Es war ja noch nicht konform andere als „linke“ westliche Autoren zu lesen oder auszustellen. Die Hoffnung, dass sich nach 1989 dabei Grundsätzliches ändern würde, trog leider. Immer noch sind viele grundlegende Werke ausgewanderter bzw. vertriebener ungarndeutscher Autoren für die ungarische Studentenschaft unzugänglich, weil es kein Lehrprogramm gibt, das auf sie aufmerksam macht. Und dabei sind solche Werke anerkannter Weise, weil durch Privatausleihe an Lehrstühle nachgereicht, für das Studium „unabkömmlich“.
Baden-Württemberg und Bayern haben in den zurückliegenden fünfzig Jahren mehrere hundert Bücher an ungarische Institute verschickt, unter denen sicher viele geschichts- bzw. vorkriegs-kundliche Werke und Quellenbücher vorkommen, die in einem Lehrprogramm mit ungarn-deutschem Inhalt dringend gebraucht würden. Die wiederholte und nun langsam wehleidige Frage, weshalb das so ist, dass nur glückliche Zufälle oder höchstens gezielte Recherchen zu den Namen der ehemals verfemten Autoren führen, kann leider niemand beantworten. Sollen wir uns damit zufrieden geben? Das hieße doch dem Eingangssatz zur ewigen Geltung zu verhelfen.
- ger. -
Klein aber mein
In der Nähe des Szegediner Doms steht die serbisch-orthodoxe Kirche, die von einem Popen versorgt wird, der sich das Leben so angenehm wie möglich macht, indem er sein Gotteshaus nur ein-zwei Mal in der Woche offen hält. Diesem Umstand hatte ich die dutzendfachen vergeblichen Versuche, sie zu betreten, zu verdanken. Doch an einem serbischen Feiertag klappte es, und ich war ziemlich enttäuscht über Einiges: Obwohl es ein winterlicher Messetag war, wurde nicht geheizt, und die einstmals schönen Ikonenwände strotzten vor grauschwarzer Vernachlässigung, was zusammen deutlich genug bezeugte, dass es hier nicht nur an Gläubigen, sondern auch an Geld fehlte. Da eben der Pope – ein bartloser Mann um die Sechzig – in der Nähe des Einganges zu tun hatte, sprach ich ihn an, indem ich nach dem Eintrittspreis fragte. Es koste nichts, meinte er, doch für eine Spende wäre man dankbar. Für den Schein, den ich ihm in die offene Hand legte, bekam ich ein herzliches Dankeschön und einen cirilischen Kalender. Das war natürlich der willkommene Anstoß für eine Flut von Fragen, die ich loswerden wollte. Wie viele Serben gäbe es wohl in Szeged und landesweit, kämen sie in die Kirche, würden sie etwas zum Unterhalt beitragen, von wem käme sein Gehalt und habe er einen Messdiener oder andere Helfer…? Etwa in dieser Reihenfolge waren die Fragen auf eine etwa fünfzehn minütige Unterhaltung verteilt.
Aus den knappen Antworten konnte ich mir ein ungefähres Bild machen über die sogen. Serbische Minderheit in Szeged und in ganz Ungarn. Im Minderheitenhaus in der Szegediner Osztrovszki Strasse kann man ihnen in einer den übrigen acht Minderheiten ähnlichen Stärke und Aktivität begegnen, sie haben dort den gleichen Raum im Arbeitszimmer belegt, wo ein Tisch und Stuhl und ein Computer Ihr Eigentum ist, auf dem Regal ist eine Reihe ihren Schriften vorbehalten, und Zuschüsse von der Stadt und vom Land sind dieselben wie bei den paar Dutzend Rumänen oder Griechen. Das verdanken sie dem „Proporz“ der ungarischen Minderheitengesetze, das alle Nichtungarn gleich behandelt. Doch – und das ist der Unterschied zu einigen Minderheiten, auch zur deutschen – sie sind stolz darauf, dass sie nicht zahlreich, d.h. landesweit nur ca. zweitausend Personen stark sind. Der Pope sprach diese Zahl ziemlich deprimiert aus, doch er schämte sich ihrer nicht und er verschönte sie auch nicht. Aber, meinte ich, dann könnten die paar Szegeder Serben doch von dem Geld, das sie ja nicht für große Veranstaltungen nötig haben, etwas der herunter gekommenen Kirche spenden. Das tun sie nicht, kam die Antwort, weil die meisten nicht gläubig sind und weil sie andere Interessen vorziehen. Und aus Serbien, käme daher etwas? Kaum, weder Geld noch Besucher. So versinkt das Gotteshaus samt dem serbisch-ungaischen Christentum in einer ausweglosen Lethargie.
Doch auch in diesem deprimierenden Zustand würden die ungarischen Serben nie auf die Idee kommen, durch irgendwelche Ethnobusiness-Mittel mit Nichtserben ihre Reihen auffüllen zu wollen. Im Zweiten Weltkrieg und in den Jahren danach war ihre Nationalität in Ungarn wie in der besetzten Batschka geächtet, und ihre Sprache, Schulbildung und Kultur unterdrückt. Doch sie sind und bleiben stolz darauf, dass sie bis zur letzten Person, bis zum letzten Kind heute in Ungarn die Sprache ihrer Ahnen beherrschen und dazu noch allesamt die cirlische Schrift lesen können, denn andere Schriften haben sie nicht auf den Regalen des Minderheitenhauses und der Kirche. Wer sie, wie ich als ehemaliger Jugodeutscher, gut kennt, weiß, dass ihr nationaler Stolz uralte Wurzeln hat und dass sie ihre serbische Kultur (mit Ausnahme des christlichen Teils) nicht erst seit dem Zerfall Jugoslawiens über alles stellen und mit allen Mitteln pflegen. Dafür sind sie zu beneiden. Ihre Zahl bleibt gleich und sie werden nicht mehr und nicht weniger im Laufe der Zeitenwenden, erlauben keine Unterwanderung oder Verfälschung des Ursprungs. Alles in allem: Eine beispielhafte Minderheit, die ihre Existenz in Ungarn nach dem Motto ‚Klein aber mein’ aufrecht erhält.
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Lieb Vaterland
Der beste Vertreter einer Minderheit ist derjenige, welcher sie so zu nutzen versteht, dass es den Anschein hat, als diente er ihr. Nach dieser nun schon ein und ein halbes Jahrzehnt alten und daher schon langsam erwachsenen Erkenntnis haben sich bei der letzten Etablierung der Selbstverwaltungen in Ungarn wieder die geschicktesten Ethnobusinesser unter die Repräsentanten auch der Ungarndeutschen gemischt. In einer großen südungarischen Stadt, in der zwar die Vorkriegsdeutschen nicht mehr, dafür aber die deutschen Lehrer und Studenten umso zahlreicher vorkommen, hieß es bei der Aufstellung der Kandidaten zur Wahl der fünf obligatorischen Selbstverwaltungs-Vertreter: „Wenn wir ‚diese Person’ nicht aufgestellt hätten, so hätte bei uns keine Wahl stattfinden können“. Unter ‚dieser Person’ muss man sich eine der typischen ungarischen Nationalisten vorstellen, die weder mit dem Deutsch noch mit unserer Tradition etwas am Hut haben, doch alle erdenkliche Geschicklichkeit zur Nutzung der gesetzlichen Minderheiten-Möglichkeiten an den Tag legen, und zwar so überzeugend, dass man sie nach der Wahl auch zur Vorsitzenden der Selbstverwaltung wählte.
Der heillos optimistische Schreiber dieser Zeilen wollte es nun genau wissen, ob das ungarische Gesetz einen solchen Missstand zulässt, und setzte eine Klageschrift auf, die alle Fakten und Paragrafen enthielt, welche das Minderheitengesetz in solchen Fällen vorsieht: gegen Alibi, Missbrauch, falsches Bekenntnis, schlichtweg Betrug einer Minderheit, usw. Die Klageschrift wurde persönlich zum Stadtgericht gebracht, von einer jungen Richterin am Eingang zum Rechtsweg kurz geprüft und zur Beratung in einen hinteren Raum gebracht. Der Kläger wartete mit gemischten Gefühlen auf das Ergebnis – angenommen oder abgelehnt. Gegen diese Vorgehensweise war nichts einzuwenden, denn auch nachbarschaftliche Streithähne, geprellte Kleinhändler und Kunden, betrogene und verprügelte Zigeuner können am langen Pult der Eingaben ihre Klagen einreichen. Die meisten werden zugelassen. Unser Minderheitenmissbrauch wurde es nicht. Begründung nach einer halbstündigen Beratung im Hinterzimmer des Stadtgerichtes: Bei einer bereits gewählten Selbstverwaltung ist das Gericht machtlos. Nur diejenigen, welche ihre Vorsitzende wählten, können sie auch absetzen. Auf dieser irgendwie logischen gesetzlichen Grundlage wird viel mindeheitlicher Unfug gebaut. Du musst es nur schaffen, dass die anderen deinen Worten vor der Wahl glauben – und es kann dich keiner mehr, oder besser, es können dich alle…
Arme Minderheiten! Viele Wölfe im Schafspelz sind unter Euch. Sie sind stark, weil sie das Mehrheitsvolk hinter sich wissen, dasjenige, welches vorgibt, seine Minderheiten zu fördern und zu pflegen, doch sich nicht schämt Gesetze zu schaffen, die eine Assimilierung fördern. Oder was soll eine sogen. Registrierung, wenn sie nicht rechtlich verbindlich ist? Was soll der Vorschlag von Kandidaten zur SV-Wahl durch einen (Schein)Verein, wenn die Kandidaten niemals einen Kontakt zu den Wählern haben? Was bedeuten schon mehrere hundert Selbstverwaltungen, wenn sie auch bei Untätigkeit oder schlimmstem Missbrauch der Positionen nicht gerichtlich belangt werden können? Und – um die lange Liste von Bedenken kurz abzuschließen – wieso kann eine Landesleitung einer Minderheit stolz auf Erfolge sein, die nur durch Zahlen (fiskalisch) begründet werden? Fazitäre Antwort: Die jetzigen Gesetze können nicht besser sein als garkeine, denn garkeine sind neutral, schlechte sind negativ. Doch, lieb Vaterland magst ruhig sein…
Selbstvorstellung
Juhee, wieder habe ich es geschafft in die Städtische Selbstverwaltung der Ungarndeutschen gewählt zu werden. Zugegeben, ich spreche kein Deutsch, bin aber schon seit der Wende eines der aktivsten Mitglieder eines Vereins zur Pflege der deutschen Sprache und Kultur, und zwar in führender Position. Doch es ist mir leider immer noch nicht gelungen, mir ein Minimum des Deutsch anzueignen, damit ich auch in der Vereinsarbeit und unseren Sitzungen und Programmen, vor Gästen und Delegierten unserer Bundesdeutschen Partnetstadt die Sprache meiner Vorfahren benutzen könnte und nicht mit Lächeln und Nicken so tun müsste als ob. Apropos Programme: In der ersten Wahlperiode ab 1994 hatten wir sie noch in Zusammenarbeit mit Schülern und Studenten als Wettbewerbe in Deutsch, schöne Veranstaltungen mit den Lehrern und Eltern als Zuhörer, Lesungen in Cafes mit viel Publikum, Besuche deutscher Konzerte und Theatervorführungen… Doch das alles ist vorbei. Weshalb, das will ich Euch verraten, aber bitte sagt es nicht weiter, sonst finde ich möglicherweise landesweit Nachamer.
Es begann, das was bald den unschönen Namen Ethnobusiness bekommen sollte, damit, dass unsere Stadt einen größeren Betrag aus Deutschland für Ankauf und Einrichtung eines Minderheitenhauses bekam, der natürlich eine ordentlich-deutsche Zweckbindung hatte. Da mussten alle Minderheiten schauen, damit sie bei der Verteilung des dicken Kuchens nicht zu kurz kamen. Dank meines Geschicks als Vorsitzende, die ich damals schon war, sorgte ich dafür, dass unser ungarndeutsches Zimmer die schönste Ausstattung bekam in Form von Polstersesseln, die zwar doppelt so viel Platz einnahmen, wie einfache Stühle aber umso bequemer waren und in den Folgejahren auch für unsere Mitgliederzahl ausreichten. Wir zählten damals wie heute 50 Mitglieder, von denen abwechselnd immer nur je ein Drittel anwesend war, wenn wir Filmvorführungen oder Gastvorträge und später Chorproben hatten, an denen hauptsächlich solche Mitglieder teilnahmen, die gerne in der Sprache sangen, die sie nicht verstanden. Dieser Chor ist heute das Einzige, was uns an deutschen Programmen blieb. Aber schön der Reihe nach.
So ein komfortables Vereinshaus, in dem alle städtischen Minderheiten – ohne die Romas – Platz hatten, brauchte eine hauptberufliche Verwaltung. Diese wurde mit einem Direktor – in meiner Person, versteht sich – besetzt. Da aber zu viel Arbeit anfiel, stellten wir einen hauptberuflichen Leiter für die Hausverwaltung ein, doch die finanzielle Seite blieb in meinen Händen. Um den recht befriedigenden Geldfluss aus Budapest und dem Rathaus, aus Wettbewerben u.s.w. optimal steuern und verteilen zu können, beschlossen wir bald, und zwar einmütig zwischen Vereinen und Selbstverwaltungen, die Gründung eines Dachvereins, dessen Mitgliedschaft aus allen 45 Mitgliedern der Minderheitenselbstverwaltungen zu bestehen hatte. Erst jetzt wurde die Minderheitenarbeit interessant, im Hause belebend und für mich persönlich lohnend, denn wer anders als ich nahm den ersten Regie-(Buchhalter) – Posten des neuen Minderheitenvereins ein. Meine bezahlte Halbtags-Aufgabe versah ich so geschickt, dass man mich bald in die städtische Verwaltung übernahm und mit der Betreuung der Vereinsgelder aller Stadtvereine beauftragte. Doch das war zu viel des echten Mellos, so dass ich bald zurück wollte und auch durfte an mein ruhiges Regiepult im Minderheitenhaus, wo ich mich besonders wohl fühlte und für meine Minderheiten am meisten tun konnte. Das meine ich so, dass ich dem Selbstverwaltungsverein beim Verwalten und Sparen der eintreffenden Finanzmittel so helfen konnte, dass die Mittel nach Außen wie nach Innen am effektivsten eingesetzt wurden. Nur ein konkretes Beispiel: Bei einem großen Kinderfest aller Minderheiten wusste ich die Verköstigung so geschickt zu meistern, dass die Kinder satt und das Fleisch dennoch übrig war, indem es Würstchengulasch gab und das übliche Fleisch anderweitig verbraucht werden konnte. Ähnlich geschickt rechnen wir in der Folge auch unsere deutsche Kulturarbeit ab. Programme, Lesungen, Mitgliedswerbungen oder sonstige Unternehmungen verursachten nur unnötige Kosten, so beschränkten wir uns an unseren deutschen Nationalitätentagen auf einen einzigen Programmpunkt, der im schmackhaften Zubereiten und Essen von ungarischem Gulasch bestand, was die Tische im Vereinshof oder –Saal immer füllte und die Esser auch bereit waren, einen Zuschuss fürs Essen zu geben. Dieses Verzehren von Gulasch als deutsches Nationalitätenprogramm auszugeben, ist meine Erfindung und wurde von meiner Nachfolgerin gerne übernommen. Durch unseren Chor bei solchen Essen eine kulturelle Kulisse zu schaffen, hätte nur eine überflüssige Ablenkung den überwiegend nur Ungarisch verstehenden Essern bedeutet.
Was soll ich noch lange um meine seitherigen Funktionen mit wichtigen Auslandskontakten herumreden. Sie brachten mich auf schönen Auslandsreisen ebenso in den verdienten Urlaub, wie zum Münchner Oktoberfest, genau so in unsere deutsche Partnerstadt wie auch als offizielle Begleitperson mit den Siegerklassen deutscher Schüler-Wettbewerbe in Württemberger Schulklassen, wo ich sogar einen Vortrag halten, d.h. deutsch vorlesen durfte. Solche Reisen waren nötig und allseits akzeptiert und belasteten mein Haushaltsgeld nicht. Und dass man mich nun auch Ende 2006 als im Verwalten der immer knapper werdenden Finanzen Erfahrensten zur Vorsitzenden der Deutschen Minderheitenselbstverwaltung wählte, erkläre ich plausibel jedem so: „Wenn ich mich nicht als fünfte Kandidatin zu den Wahlen gemeldet hätte, hätten die Ungarndeutschen unserer Stadt nicht an der Wahl teilnehmen können“. Das ist doch logisch und wird auch in anderen Landesteilen so praktiziert, weil das Gesetz es so will. Wenn auch der Unterschied zu Budapest bei der Aufstellung von Kandidaten aus z.B. „fremden“ Stadtbezirken ist, dass dort die Kandidaten alle Deutsch sprechen. Bei uns tun sie das nicht. Das ist ein minimales Vergehen, dass ich gerne auf meine Kappe nehme. Auch den neuen deutschen Kulturverein der Germanistik haben wir „versehentlich“ zu meinen Gunsten beim Kandidieren übergangen. Denn diese neuen Deutsch sprechenden Jugendlichen halten möglicherweise nichts von meinem bewährten Grundsatz: Mit minimalem Tun maximalen Eigennutz erwirtschaften, der meine bewährte Losung schon fast 20 Jahre lang ist. Intelligenzquotient hin oder her, jedenfalls genügt mir meiner zur Befolgung des Grundsatzes, der in etwa so lautet: „Der beste Vertreter einer Minderheit ist derjenige, welcher sie so zu benutzen versteht, dass es den überzeugendsten Anschein hat, als diente er ihr“.
Aus obigem (satirischem) Grundsatz ist im Okt. 2007 ein Motto geworden für die Broschüre: DEUTSCHFORUM ERNST UND HEITER, Ratschläge für ungarndeutsche Vereine und Selbstverwaltungen; Teil 2 Schalkhaftes ABC mit sarkastischen, satirischen und spöttischen Auslegungen gesellschaftlicher Begriffe. Für Ungarndeutsche kostenlos erhältlich beim Autor, Konrad Gerescher, H-6134 Kömpöc; für Bundesdeutsche, Österreicher und Schweizer gegen Portoerstattung von 6 EUR.
(Stand Nov. 2007)
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